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13.07.2016

Auf Großfamilie programmiert

Lockere Stellenanzeigen, täglich frisches Obst und viel Mitspracherecht: Mitarbeiterbindung beim Software-Unternehmen cateno im Odenwald.

 

Die Kleiderfrage fürs Bewerbungsgespräch hat sich schnell erledigt: Den Anzug kann man hier nämlich „getrost im Schrank lassen“. So steht es schon in der Stellenanzeige der IT-Firma cateno, die in Fürth im Odenwald sitzt. Sie bietet automatisierte Komplettlösungen für den Online-Handel an – und versteht sich als Arbeitgeber „ohne aufgesetzte Etikette“. Die beiden Geschäftsführer – Markus Meißner und Benjamin Bruno – sehen sich als Oberhäupter einer Großfamilie, nicht als unnahbare Firmenchefs. „Was das Thema Personalfindung angeht, hat es ein Unternehmen mit Lage im Herzen Mannheims sicherlich einfacher als wir“, weiß Markus Meißner. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum die Geschäftsführer Aspekte wie Offenheit, Authentizität und das Zugehörigkeitsgefühl in ihrem Unternehmen besonders fördern.



Im Herbst 2000 haben die beiden ihr Start-up „zu Hause im Keller gegründet“ – mit 1000 DM Startkapital. Damals verkauften sie Computer und bauten Webseiten für ihre Auftraggeber, anfangs aus dem Bekanntenkreis. Mittlerweile ist das einstige Zwei-Mann-Unternehmen zum Betrieb mit 30 Mitarbeitern angewachsen. Schnell spezialisierte sich das Team auf Online-Händler und entwickelt die entsprechende Software. „Über uns können die Händler all das abwickeln, was der Kunde nicht sieht“, erklärt Meißner: von der Bestellung bis zur Übergabe des Pakets an den Lieferdienst. Rund 400 Kunden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nehmen die Dienste von cateno in Anspruch, darunter kleinere, die 50 bis 60 Pakete pro Tag versenden, aber auch solche, die in der Spitze 30.000 Sendungen täglich auf den Weg schicken. Markus Meißner, 38, ist gelernter Industriekaufmann und für den Vertrieb, das Marketing und für die Verwaltung zuständig. Sein sechs Jahre jüngerer Kollege hat in Mannheim Informatik studiert und übernimmt die technische Leitung.


2004 haben Bruno und Meißner ihren ersten Mitarbeiter eingestellt. „Damals genügte es noch, eine Stellenanzeige an die Arbeitsagentur zu geben“, erinnern sie sich. Später arbeiteten sie mit einem Personalvermittler zusammen. Mittlerweile nehmen sie die Mitarbeitersuche größtenteils  selbst in die Hand, nicht zuletzt, weil die neuen Mitarbeiter eben perfekt ins Team passen sollen. Die Stellenanzeigen streut cateno auf diversen Plattformen im Internet, auch auf Facebook, um jüngere Zielgruppen zu erreichen. Sie suchen Personal natürlich über die eigene Webseite, aber zum Beispiel auch über die der Wirtschaftsförderung Bergstraße. In Zukunft wollen sie sich außerdem direkt an den Hochschulen der Umgebung und somit in den einschlägigen Studiengängen bekannt machen.

Bei cateno duzt man sich: Nicht nur in der Stellenanzeige werden die IT-Fachleute mit „du“ angesprochen, sondern  auch im Vorstellungsgespräch. „Manche wirken da zunächst schon leicht überfordert“, beobachtet Markus Meißner. Er weiß auch, dass die lockere Atmosphäre und das Zusammengehörigkeitsgefühl, das über den Arbeitsalltag hinausgeht, nicht jeden anspricht: „Natürlich gibt es Leute, die jeden Tag im Anzug zur Arbeit fahren wollen. Und solche, die Arbeiten gehen, um Geld zu verdienen, und darüber hinaus nicht eingebunden werden wollen.“ Die passen dann eben nicht zu cateno. „Sie fühlen sich von uns aber auch gar nicht erst angesprochen“, so Meißner.

 

 

Wer bei cateno anfängt, bekommt nicht nur den Firmenschlüssel überreicht, sagt Tabea Schalkowsky, Leiterin des Marketings: Neue Mitarbeiter erhalten ein Willkommenspaket mit kleinen Geschenken wie einem Kapuzenpullover oder einer Tasse mit dem Markenlogo. Täglich gibt es kostenlos Kaffee, Wasser und Tee für die Belegschaft, außerdem frisches Obst. Mittwochs bestellt das Team gemeinsam Pizza. Meißner und Bruno wollen flexible Arbeitgeber sein: Wo es machbar und nötig ist, ermöglichen sie ihren Angestellten Home Office, zudem gibt es eine Gleitzeitregel, über die sie Überstunden abbauen können.

In ihren ersten Arbeitswochen durchlaufen neue Mitarbeiter alle Abteilungen, um den Betrieb und die Kollegen kennenzulernen. „Sie sollen einen Blick für das große Ganze erhalten“, sagt Markus Meißner. Außerdem ist den Chefs wichtig, dass das Team mit den neuen Mitarbeitern in Kontakt kommt. Denn die Kollegen haben durchaus ein Wörtchen mitzureden, ob die Neulinge nach der Probezeit bleiben: „Sie haben viel intensiver mit dem Kollegen oder der Kollegin zu tun als wir, die zunächst die Entscheidungen treffen.“ Dass es zwischenmenschlich passen muss und cateno da auch keine Kompromisse macht, steht schon in der Stellenanzeige. Man sei schließlich „ein stimmiges Team aus Gleichgesinnten“.

Quelle "Econo Rhein-Neckar, Ausgabe 3/2016"

 

 

Ansprechpartner für Redaktionen:
cateno GmbH & Co. KG
Tabea Schalkowsky
Bahnhofstraße 14
64658 Fürth
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E-Mail: presse(at)cateno.de

 

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