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09.09.2016

Arbeitskultur 4.0 in der Region

WirtschaftsEcho_07.09._Arbeiten 4.0 in der Region
 
Hinter der Bezeichnung digitale Transformation verbirgt sich die allmähliche Digitalisierung weiter Teile von Produktion sowie Organisation und damit natürlich auch der Wirtschaft. Prozesse können dann effektiver gesteuert und umweltfreundlicher, sparsamer sowie insgesamt nachhaltiger gestaltet werden. Produkte können exakt auf die Kundenwünsche hin produziert, Dienstleistung flexibel und kundenfreundlich erbracht werden. Hinzu kommt ein Höchstmaß an Transparenz und dadurch Kontrolle über alle Aspekte der Wertschöpfungskette.

 

Strukturen für die Wirtschaft von morgen

Während die Software AG auf der diesjährigen CeBit ein umfassendes Produkt-, Service- und Lösungsportfolio vorstellte, mit dem Unternehmen die Transformation zum digitalen Unternehmen bewältigen und beschleunigen können, wird die neue Arbeitswelt und Arbeitskultur 4.0 im Merck Innovationszentrum bereits erprobt. Denn neben der Arbeit an neuen Produkten und innovativen Zukunftslösungen stehen die Arbeitsprozesse selbst im Fokus. Hier werden heute die Abläufe und Strukturen entwickelt, die später im finalen Innovationszentrum zur Anwendung kommen. Es zählen Kreativität, intensiver Austausch und interdisziplinäres Arbeiten. Dazu gehört außerdem das @work-Programm, bei dem sich Innovatoren mit ihren Ideen um die Aufnahme in das Innovationszentrum bewerben können. Wird das Projekt angenommen, kann es dann im Innovationszentrum weiterentwickelt werden.

Selbstredend verlangt dies nach ähnlich großer Flexibilität hinsichtlich der Arbeit im 4.0-Kontext, Mitarbeiter müssen mit veränderten Arbeitssituationen umgehen, die zum Teil neue, bisher unbekannte Anforderungen an sie stellen. Das wiederum bedeutet, dass auch die Unternehmen flexibler werden müssen, um die Belastungen der Mitarbeiter im Rahmen zu halten. Und dafür gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten und Strategien.

 

Strategien für das Arbeiten 4.0

Im Software-Unternehmen cateno in Fürth/Odenwald, wo Benjamin Bruno und Markus Meißner und ihr Team seit Anfang des Jahrtausends E-Commerce-Lösungen für den Online-Versandhandel entwickeln, beginnt dies bereits beim Personalmanagement. Stellenanzeigen werden unter anderem im Internet und auch auf Facebook platziert, um junge Interessenten zu erreichen, und bei der Auswahl ist nicht bloß die fachliche Qualifikation entscheidend, sondern ebenso, ob der Bewerber ins Team passt. Denn das ist nach eigener Aussage eine Familie, in der etwa das „Du“ obligatorisch ist – auch im Bewerbungsgespräch – und es keinen Dresscode gibt. Lockerheit und Flexibilität im Umgang tragen hier wesentlich zur Wohlfühl-Atmosphäre bei.

Dentsply Sirona, der weltweit größte Hersteller von Dentalprodukten und –technologien, der unter anderem in Bensheim produziert, bietet seinen Mitarbeitern ein breites Spektrum an Schulungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, darunter Seminare zu vielseitigen Themen, IT- und Sprachkurse sowie globale Schulungsprogramme für Führungskräfte und Vertriebsmitarbeiter. Darüber hinaus spielt die Gesundheitsförderung im Unternehmen eine große Rolle. Zu diesem Zweck finden an allen Firmenstandorten Gesundheitsaktivitäten für Mitarbeiter statt, so etwa vom Unternehmen geförderte sportliche Aktivitäten, Informationen, Workshops und Seminare zu Themen wie z.B. Ernährung, Stressbewältigung und Ergonomie am Arbeitsplatz an.

Ebenso machen die Bemühungen um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in den Unternehmen Schule. Die größeren unter ihnen leisten sich etwa immer öfter eine Firmen-eigene Kita, so zum Beispiel die Pharma-Unternehmen Merck in Darmstadt oder InfectoPharm in Heppenheim. Dort wurde auf dem Firmengelände ein eigenes Gebäude mit großem Außenbereich errichtet, wo den Mitarbeitern insgesamt 20 Ganztages-Betreuungsplätze und zehn Sharingplätze zur Verfügung stehen.

Ein umfassendes System an Maßnahmen für die richtige Work-Life-Balance, die Ausgewogenheit von Arbeit und Freizeit, beruflichen und privaten Verpflichtungen, wurde auch bei Hottinger Baldwin Messtechnik in Darmstadt in die Unternehmensabläufe integriert. Das reicht von flexiblen Arbeitszeitmodellen und Zeitwertkonten über die Kooperation mit einer benachbarten Kita sowie Ferienbetreuungsangebote bis hin zu einer Erfolgsbeteiligung, betrieblichem Gesundheitsmanagement und einem Sommerfest für die Mitarbeiter und ihre Familien.

Man sieht, die Möglichkeiten, die die digitale Transformation und Industrie 4.0 bieten, können ökonomisch nur dann sinnvoll nutzbar gemacht werden, wenn auch Arbeitsbedingungen und –kultur angepasst werden. Ein Höchstmaß an Vernetzung, permanente Erreichbarkeit und räumlich wie zeitlich flexibles Arbeiten sind großartige Chancen zur Steigerung wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Dennoch sind wir gerade erst dabei zu lernen, wie man mit diesen Chancen sinnvoll umgeht, sie gewinnbringend nutzt. Nicht alles, was machbar ist, ist auch vernünftig. Nachhaltigkeit sollte auch im 4.0-Kontext oberstes Gebot bleiben.

Quelle: WirtschaftsEcho_07.09._Arbeiten 4.0 in der Region

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