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Der E-Commerce Blog von cateno

Alexa Commerce – wie Unternehmen von Sprachassistentin Alexa profitieren


Sprachassistenten wie Siri, Cortana und Google Now etablieren sich immer mehr in unserem Alltag und erleichtern uns mit ihren umfangreichen Fähigkeiten allerlei Handgriffe. Von Amazons virtuellem Helfer Alexa profitieren nicht nur private Nutzer, sondern auch Unternehmen, die sich mit ihren Serviceleistungen in Alexas Gedächtnis einspeichern können und damit Einzug in die Haushalte ihrer Kunden halten.  

Virtuelle Helfer können wir nicht nur zur Informationssuche nutzen, sondern ihnen mittlerweile auch komplexere Aufgaben anvertrauen: Elektronische Geräte im Smart Home steuern zum Beispiel oder ein Taxi rufen. So wälzen wir lästige und zeitraubende Handgriffe unseres Alltags mit einem simplen Sprachbefehl auf unsere virtuellen Assistenten ab, die wir dank Smartphone ohnehin ständig dabeihaben oder die zuhause auf neue Aufgaben warten – wie Alexa zum Beispiel.

Alexa – die virtuelle Haushelferin für Jedermann

Die Sprachassistentin kommt in Form des lautsprecherartigen Geräts Amazon Echo daher und steht uns neben der Alternative Google Home als stationärer Helfer in den eigenen vier Wänden mit Rat und Tat zur Seite. Apple legt im Dezember 2017 mit seinem eigenen Helfer, dem HomePod, nach. Während Siri, Cortana und Google Now vor allem die Benutzerfreundlichkeit des eigenen Betriebssystems (iOS, Windows und Android) im mobilen Sektor verbessern sollen, ist Alexa von der Prämisse eines bestehenden Betriebssystems losgelöst. So konzentriert sich die Helferin im Gegensatz zu den mobilen Kollegen vor allem auf organisatorische Aufgaben im Haushalt.  

Wie Unternehmen Alexa für sich nutzen

Während Alexa Einzug in Haushalte hält, ergeben sich für Unternehmen neue Absatzmärkte und Chancen, sich im Alltag des Kunden zu integrieren. Per Sprachbefehl eine Pizza über Lieferando bestellen, Musik mit Spotify abspielen, ein Taxi über mytaxi ordern oder den Status des sehnlichst erwarteten Päckchens abfragen – die Möglichkeiten sind so vielseitig wie Dienstleistungen und Serviceangebote selbst. 

real,- Services nutzen mit Alexa

Dieses Potential macht sich auch die Einzelhandelskette real,- zunutze und lehrt Alexa mit einem eigenen Skill  die Kundschaft über Öffnungszeiten, aktuelle Angebote, Aktionen und Neuigkeiten aus dem Warenangebot jedes einzelnen Marktes zu informieren. So können Kunden mit einfachen Sprachbefehlen wie "Alexa, frage real,- was es Neues gibt!" oder "Alexa, frage real,- nach meinen Rabatten!" sämtliche Informationen über aktuelle Angebote abrufen. Einen weiteren Kundenservice bietet real,- mit dem Rezept der Woche, über das Alexa bei Nachfrage Auskunft gibt. Dieser Vorgang ersetzt die eigenständigen Recherchen und erspart dem Nutzer damit vor allem eines: Zeit.   

Damit Alexa auch die Informationen individualisiert zur Verfügung stellen kann, nutzt die virtuelle Assistentin die Standortdaten des Kunden, sofern dieser es will. Wenn der Benutzer seine Standortdaten nicht übermitteln möchte, kann er auch einfach seine Postleitzahl einsprechen, die sich Alexa für künftige Anfragen merkt. Mit diesen Funktionen verschafft sich real,- nicht nur als einer der ersten Lebensmitteleinzelhändler Zugang zu einer ganz neuen Plattform, sondern baut damit zudem die Technologieführerschaft im deutschen Lebensmittel-Einzelhandel aus. Daneben erweitert das Hypermarkt-Unternehmen mit der Präsenz auf sprachbasierter Ebene sein Multi-Channel-Konzept. Bisher fällt der Umfang des Alexa-Skills mit sechs verschiedenen Sprachbefehlen noch relativ gering aus, das wird sich in Zukunft allerdings ändern. Jan-Philipp Blome, Geschäftsführer der real,- Digital Services GmbH verspricht einen kontinuierlichen Ausbau  des Funktionsumfangs: „Insbesondere die Verknüpfung von stationär und online werden wir weiter konsequent ausbauen.“

Alexas Fähigkeiten mit eigenen Skills erweitern

Damit die künstliche Intelligenz weiß, wie sie auf spezifische Sprachbefehle reagieren soll, müssen ihr die Skills, welche die Grundlage von Alexas Können bilden, zunächst antrainiert beziehungsweise einprogrammiert werden. Hierzu stellt Amazon das sogenannte Skill Kit zur Verfügung, das Self-Service APIs, Tools, Dokumentationen und Codebeispiele zum Programmieren eigener Skills bereithält. Die Ergebnisse werden schließlich, ähnlich wie Apps, in Amazons Skill Shop angeboten. 

Lohnt sich ein Alexa Skill für das eigene Unternehmen? 

Ob das unternehmenseigene Serviceangebot sinnvoll mit einem Alexa Skill erweitert werden kann, hängt vor allem vom Einsatzgebiet ab. Eine gründliche Überlegung über die Einbindung eines Skills in die bestehende Infrastruktur ist im Vorfeld deshalb unabdingbar. Schließlich muss der Nutzer einen deutlichen Mehrwert daraus ziehen, rät Jürg Egli auf dotnetprof.de, Entwickler des Bring!-Skills. Außerdem spart es laut seiner Erfahrung viel Zeit, mithilfe der zur Verfügung gestellten Submission Checklist etwaige Fehler zu korrigieren. Gerade zu Beginn sollten einfache, aber gut strukturierte und funktionierende Nutzungsszenarien als Skill umgesetzt werden. Auf dieser funktionstüchtigen Basis werden schließlich neue Erkenntnisse und weitere Funktionen aufgebaut. 

Insgesamt – so meinen die Entwickler hinter dem Bring!-Skill – nimmt die Programmierung eines Skills deutlich weniger Aufwand in Anspruch, als eine herkömmliche App. So haben auch kleine Unternehmen mit vergleichsweise geringen Ressourcen aber guten Ideen die Möglichkeit, ihren eigenen Skill zu etablieren. 

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